Open Science: Das Interview

Jetzt erschienen: Ein Gespräch von Cristian Magnus und mir über Open Science:

Auszug aus Erich Fromm, Haben oder Sein

"Studenten, die an der Existenzweise des Habens orientiert sind, hören eine Vorlesung, indem sie auf die Worte hören, ihren logischen Zusammenhang und ihren Sinn erfassen und so vollständig wie möglich alles in ihr Notizbuch aufschreiben, sodass sie sich später ihre Notizen einprägen und eine Prüfung ablegen können. Aber der Inhalt wird nicht Bestandteil ihrer eigenen Gedankenwelt, er bereichert und erweitert diese nicht. Sie pressen das, was sie hören, in starre Gedankenansammlungen oder ganze Theorien, die sie speichern. Inhalt der Vorlesung und Student bleiben einander fremd, außer dass jeder dieser Studenten zum Eigentümer bestimmter, von einem anderen getroffener Feststellungen geworden ist (die dieser entweder selbst geschaffen hat oder aus anderen Quellen schöpfte).

Studenten in der Existenzweise des Habens haben nur ein Ziel: das „Gelernte“ festzuhalten, entweder indem sie es ihrem Gedächtnis einprägen oder indem sie ihre Aufzeichnungen sorgsam hüten. Sie brauchen nichts Neues zu schaffen oder hervorzubringen. Der „Habentypus“ fühlt sich in der Tat durch neue Ideen oder Gedanken über sein Thema eher beunruhigt, denn das Neue stellt die Summe der Informationen [II-294] in Frage, die er bereits hat. Für einen Menschen, für den das Haben die Hauptform seiner Bezogenheit zur Welt ist, sind Gedanken, die nicht leicht aufgeschrieben und festgehalten werden können, furchterregend, wie alles, was wächst, sich verändert und sich somit der Kontrolle entzieht.Für Studenten, die in der Weise des Seins zur Welt bezogen sind, hat der Lernvorgang eine völlig andere Qualität. Zunächst einmal gehen sie selbst zu der ersten Vorlesung nicht als tabula rasa. Sie haben über die Thematik, mit der sich der Vortrag beschäftigt, schon früher nachgedacht; es beschäftigen sie bestimmte Fragen und Probleme. Sie haben sich mit dem Gegenstand schon auseinandergesetzt und sind an ihm interessiert.

Statt nur passiv Worte und Gedanken zu empfangen, hören sie zu und hören nicht bloß, sie empfangen und antworten auf aktive und produktive Weise. Was sie hören, regt ihre eigenen Denkprozesse an, neue Fragen, neue Ideen, neue Perspektiven tauchen dabei auf. Der Vorgang des Zuhörens ist ein lebendiger Prozess; der Student nimmt die Worte des Lehrers auf und wird in der Antwort lebendig. Er hat nicht bloß Wissen erworben, das er nach Hause tragen und auswendig lernen kann. Jeder Student ist betroffen und verändert worden: Jeder ist nach dem Vortrag ein anderer als vorher. Diese Art des Lernens ist nur möglich, wenn der Vortrag auch anregendes Material bietet. Auf leeres Gerede kann man nicht in der Weise des Seins reagieren und tut besser daran, nicht zuzuhören, sondern sich auf seine eigenen Gedanken zu konzentrieren."

Zwei neue Publikationen zum Thema Coaching

Es sind zwei neue Publikationen erschienen zum Thema "Coaching von Lehrer*innen zum Einsatz digitaler Medien in der Schule" (im Rahmen des Projekts ProfiL, gemeinsam mit Simone Dinse de Salas und Carsten Rohlfs):

Dinse de Salas, S., Rohlfs, C. & Spannagel, C. (2016). Coaching teachers in using technology. In Proceedings of EdMedia: World Conference on Educational Media and Technology 2016 (pp. 921-928). Association for the Advancement of Computing in Education (AACE).

Dinse de Salas, S., Rohlfs, C. & Spannagel, C. (2016). Coaching zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht. Lehrerinnen und Lehrer beim Aufbau neuer Kompetenzen unterstützen. Pädagogik, 16(7-8), 34-37.

(Liste aller Publikationen)

Was tun mit unvorbereiteten Schüler*innen?

Was tun mit unvorbereiteten Schüler*innen im Flipped Classroom? hier einige Ideen! #flipclass

Neue Publikation zu LdL und Flipped Classroom

Im Band der 5. ICM-Konferenz erschienen:

Dinse de Salas, S., Spannagel, C. & Rohlfs, C. (2016). Lernen durch Lehren in Kombination mit Flipped Classroom. In: J. Haag & C. F. Freisleben-Teutscher (Hrsg.), Das Inverted Classroom Modell. Begleitband zur 5. Konferenz Inverted Classroom and Beyond 2016 (S. 35-43). Brunn am Gebirge: ikon Verlag.

QuesTanja: Kombination von individueller Förderung und sozialem Lernen in einem spielerischen Lernkontext

Eine neue Publikation aus der Playgroup ist erschienen:

Stöcklin, N., Steinbach, N. & Spannagel, C. (2015). QuesTanja: Kombination von individueller Förderung und sozialem Lernen in einem spielerischen Lernkontext. MEDIENPRODUKTION - Online Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis, 8

 

2 neue Publikationen: Flip your Class! und 10 Irrtümer

Zwei neue Publikationen sind erschienen:

  • Ebel, C., Manthey, L., Müter, J. & Spannagel, C. (2015). “Flip your class!” - Ein entwicklungsorientiertes Forschungsprojekt an Berliner Schulen. In: Bertelsmann Stiftung (Hrsg.), Individuell fördern mit digitalen Medien (S. 310-331). Gütersloh: Verlag Bertelsmann Stiftung.
  • Spannagel, C. (2015). Zehn Irrtümer zum Einsatz digitaler Medien in der Schule. LOG IN, 181/182, 34-39.

Didaktik und innere Schweinehunde

Zurzeit experimentiere ich ein bisschen mit #periscope. Einen kleinen Facebook-Chat mit Marc Brendecke​ heute morgen über die Frage, warum es so schwer ist, als Lehrender seine eigenen Lehrkonzepte zu hinterfragen, hab ich zum Anlass genommen, darüber mal auf periscope zu plaudern. Fazit: insgesamt 50 Zuschauer. Coole Sache. 🙂

Vorbereitung ist die halbe Miete

Jetzt erschienen bei mobilegeeks.de:

Flipped classroom - Richtige Vorbereitung ist die halbe Miete

IT EnGAGES! Adaptierbare Gamification

Jetzt erschienen:

Hurtienne, D., Schroeder, U. & Spannagel C. (2015). IT EnGAGES! - Adaptierbare Gamification in einer Anfänger-Programmiervorlesung. In P. Forbig & J. Magenheim (Hrsg.), HDI 2014 - Gestalten von Übergängen (S. 27-43). Potsdam: Universitätsverlag Potsdam.